Wasserkran

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Eine Bahnstrecke mit viel Potential an Fahrgästen; Attraktionen und Sehenswürdigkeiten

Da eine Dampflokomotive ohne Wasser keinen Dampf erzeugen kann, so mußten in gewissen Abständen Wassertürme oder Zisternen errichtet werden. Der hohe Wasserverbrauch der Dampflokomotiven machte von Anfang an eine umfangreiche Infrastruktur für die Versorgung mit Kesselwasser erforderlich.

Wassertankstelle Geltendorf

Die erste Wasserreserve befand sich im damaligen südlichen gemauerten Gebäude vor dem Emminger Weiher. Im ersten Stock waren zwei große Wassertanks integriert, die vom danebenliegenden Brunnen eingespeist wurden. Erst in den 30er Jahren wurde auf dem nördlich vom Bahnhof liegendem Hügel, in der heutigen Bergstraße (gegenüber Hs.nr. 3),eine Wasserreserve unter der Erde mit 2 Kammern errichtet, die den Wasserturm am Bahnhof Geltendorf, der zwischen Gleis 3 und 4 stand, mit Wasser versorgte. Auch die Gärten der Bahnbediensteten entlang des Bahnareals, wurden mit diesem Wasser versorgt. Auch meine Großeltern besaßen einen Garten, der mit diesem Wasser versorgt wurde. Schon immer sagten meine Großeltern, wenn es sehr heiß war, daß ich von diesem Wasser nicht trinken soll, da es nur für die Dampflokomotiven, sowie den Gärten vorbehalten ist. Natürlich konnte man die Wasserreserve nicht leer trinken, aber das Wasser war zum Trinken einfach nicht geeignet, da man auch nicht wußte, wie unrein das Wasser war.

(Bild links: Wasserkran Bf. Geltendorf um 1965)

 

Die Wasserversorgung

Natürlich mußte auch ein Brunnen angelegt werden, der das Wasser in die Zisterne pumpte. Dieser Brunnen befand sich im heutigen Bereich der Waldstraße und Birkenweg (nordwestlich vom Bahnhof Geltendorf). Von dort wurde das Wasser in die 200 Meter entfernte Wasserreserve auf dem Berg gepumpt. In der Wasserreserve wurde der Wasserstand stets sehr Hoch gehalten (sieht man heute noch an den Rändern an der Wand).

Aufbau der Wasserreserve

Die Behälter befanden sich einen Meter unter der Erde, damit im Winter das Wasser nicht gefrieren konnte. Die beiden runden Kammern waren voneinander getrennt, so daß man Wartungsarbeiten durchführen konnte, ohne das es einen Wasserengpaß für die Dampflokomotiven gab. Äußerlich war nur ein Betonwand zu sehen mit einer Eisentüre, wo sich dahinter die Wasserschieber befanden. Im Bereich der Wasserschieber hatte man keinen Zugang zu den Wasserkammern. Dieser Eingang befand sich oberhalb der Kammern, für jede gab es einen eigenen Eingang.
Von der Wasserreserve ging ein 100er Rohr auf dem geraden Wege zum Bahnhof, zu dem Wasserkran. Durch das Gefälle kam auch ein gewisser Druck zustande, so daß bei den Dampflokomotiven die Kessel schnell gefüllt waren.

Der Wasserkran

Die Wasserkräne der früheren Jahre waren regelrechte Kunstwerke, so auch der von Geltendorf, der sich im östlichen Teil des Bahnhofgelände befand. Als der Bahnhof Ende der 60er Jahre grundlegend Saniert wurde für die Olympische Spiele 1972 in München, verschwand auch der Wasserturm und noch einige schöne Raritäten.
Heute erinnert nur noch ein Hydrant an die Stelle, wo einst der schöne Wasserturm gestanden hat.

 

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